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Spritzgusswerkzeuge werden zur Herstellung von Kunststoffteilen benötigt

Spritzgusswerkzeuge sind spezielle Werkzeuge, die aus mehreren Einzelteilen und verschiedenen Baugruppen bestehen und zur Herstellung von Kunststoff eingesetzt werden. Die Werkzeuge bestehen in der Regel aus Stahl und sind besonders gut geeignet, um grössere Stückzahlen herzustellen.

Die Spritzgusswerkzeuge im Detail

Spritzgusswerkzeuge für höhere Stückzahlen besitzen in der Regel Mehrfach-Kavitäten (sogenannte Formnester und können je Spritzzyklus gleich mehrere Teile aus Kunststoff zur gleichen Zeit produzieren. Die Länge des Spritzzyklus hängt von der Grösse der Artikel, der Artikelwandstärke und der Temperierung des Werkzeuges ab. Bei der Standzeit der Spritzgussform spielen die verschiedenen Parameter vom Zyklus, die Temperatur und die Temperaturdifferenzen, die Stahlgüte, die Entlüftung der Kavität und auch das Kunststoffmaterial wichtige Rollen. Generell können die Spritzgusswerkzeuge in Kaltkanal- und in Heisskanalwerkzeuge unterteilt werden. Bei den Kaltkanalsystemen wird ein im Nachhinein überflüssiger Angusskanal hergestellt, um den späteren Kunststoffartikel herzustellen bzw. anzuspritzen. Später kann dieser dann in einer zerkleinerten Form im neuen Spritzprozess wieder zugegeben werden. Bei den Heisskanalsystemen wird normalerweise kein Angusskanal produziert, weil die Artikel aus Kunststoff in der Regel direkt angespritzt werden. Innerhalb der Gruppe der Heisskanaltechnik gibt es zum einen offene und zum anderen geschlossene Systeme.

Spritzgusswerkzeuge werden individuell hergestellt

Die Spritzgusswerkzeuge können für viele unterschiedliche Zwecke verwendet werden und lassen sich auf Kundenwunsch auch ohne Probleme individuell fertigen. Unternehmen, die Artikel aus Kunststoff produzieren, kommen in den Genuss einer grosse Auswahl an unterschiedlichen Werkzeugen. Bei Bedarf kann die Planung der Konstruktion gemeinsam mit dem Kunden durchgeführt werden. Auf diese Art lassen sich dann massgeschneiderte Werkzeuge herstellen, die allen Anforderungen gerecht werden. Bei der Produktion wird einen grossen Wert auf Präzision und Qualität gelegt. Mit den modernen Produktionsmaschinen lassen sich die Spritzgusswerkzeuge auch relativ zeitnah herstellen. Selbst aussergewöhnliche Kundenwünsche können dabei berücksichtigt werden. Durch das moderne Rapid Prototyping Verfahren können die 3D-Konstruktionen bereits im Voraus umfangreich getestet werden und somit lassen sich Fehler bei der Herstellung zuverlässig vermeiden.

Die Düsenseite der Spritzgusswerkzeuge

Die Spritzgusswerkzeuge sind in der Regel aus zwei unterschiedlichen Teilen aufgebaut, der Auswerferseite und der Düsenseite. Die beiden Teile werden im späteren Verlauf in der Spritzgussmaschine auf der Auswerferseite und auf der Düsenseite eingebaut. Die genau geometrische Aufteilung der beiden Hälften des Werkzeugs ergibt sich durch das jeweilige Entformungskonzept für das Bauteil. Dieses kann in jedem Fall unterschiedlich sein. Die Düsenseite der Spritzgusswerkzeuge kann zum Beispiel einen Formeinsatz, eine Formplatte, eine Angussbuchse und eine Aufspannplatte erhalten.

Details zur Auswerferseite der Spritzgusswerkzeuge

Bei der Auswerferseite der Spritzgusswerkzeuge fällt die Ausführung meistens etwas komplexer aus und die Seite enthält Formeinsätze, eine Formplatte und eine Auswerfereinheit samt Auswerferplatten. Den Abschluss bei den Werkzeugen und die Verbindung zu der Spritzmaschine bildet dann die Aufspannplatte. Bei einem komplexeren Teil können auch mehrere Schieberfunktionen integriert werden. Bei manchen Bauteilen sind auch besondere Entformungstechniken, wie zum Beispiel Klinkenzüge, Schrägschieber oder die 3-Platten-Technik, in die beiden Hälften des Werkzeugs integriert. Die wichtigsten Elemente einer Spritzgussform sind die Formeinsätze. Aus diesem Grund wird für dieses Element auch der grösste Konstruktionsaufwand benötigt.